Zu den Risiken und Nebenwirkungen . . .
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Müssen die Schüler nicht frühzeitig an Leistungsdruck gewöhnt werden? |
Die wichtigste Voraussetzung, um mit Leistungsdruck umzugehen, ist ein stabiles Selbstbewusstsein. Die Kinder lernen in der Freiarbeit, sich selbst einzuschätzen und gegebenenfalls mit Hilfe des Lehrers Strategien zur Verbesserung ihrer Leistung zu entwickeln. Dazu bekommen sie in regelmäßigen Abständen Rückmeldung über ihre Arbeit und ihre Arbeitsweise. |
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Können die Kinder mit den Materialien alleine umgehen? |
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Sie können nicht nur - sie sollen! Wenn ein Material eingeführt ist, arbeiten die Kinder damit alleine und kontrollieren ihre Ergebnisse auch selbst. Dazu müssen sie natürlich in die Arbeit mit den Materialien eingeführt werden, und es muss ihnen genau gezeigt werden, wie sie damit arbeiten können. Dies geschieht während der Freiarbeit in Kleingruppen oder auch mit einem einzelnen Kind. Kinder, die sich mit einem Material gut auskennen, können mit Kindern, die darin noch nicht sicher sind, zusammen arbeiten und ihnen helfen. Eine weitere, ergänzende Möglichkeit für die Kinder ist das Beobachten der Anderen im Umgang mit einem Material. |
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Wird auch Leistung gefordert, wenn es "nur" frei wählen soll? Die freie Wahl der Arbeit ist das leitende pädagogische Prinzip. Es gibt auch die Pflicht des Pädagogen, dem Schüler Lerninhalte anzubieten, die seinem Entwicklungsstand entsprechen oder um die er immer "einen Bogen macht". Vorrangig sind auch hier die sorgfältige Beobachtung der Kinder und die Fähigkeit des Pädagogen, dem Kind wiederholt und ggf. auf neue Weise eine Aufgabe zu geben. Der Wahlfreiheit steht - mit zunehmendem Alter - auch die Zunahme selbst gestellter Aufgaben und Pflichten gegenüber. Fördern und Fordern sind Grundprinzipien der Montessori-Pädagogik. Die Altersmischung in Montessori-Einrichtungen ist eine wesentliche Hilfe für das Kind, sich von stärkeren, schnelleren oder besseren Schülern motivieren zu lassen. Ein Kind, das sich keine Aufgabe stellt oder übernimmt, ist ein Signal für den Pädagogen, hier sorgfältig zu beobachten, was nicht in Ordnung ist. Ein gutes Einvernehmen und ein offener Austausch zwischen Schule und den Eltern sind die Grundlage einer erfolgreichen Erziehung. |
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Wie wird der Leistungsstand der Kinder dokumentiert? |
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Durch ständiges, intensives Beobachten der Kinder sammeln die Lehrkräfte Fakten und Eindrücke über die Entwicklung des Kindes. Die Eltern können sich in individuellen Elterngesprächen, an Elternsprechtagen oder durch die Hospitation im Unterricht selbst über den Leistungsstand ihrer Kinder informieren. Pro Halbjahr wird eine schriftliche, fortlaufende Leistungsdokumentation " IzEL" (mehr Informationen unter "Wissenswertes") durch den Lehrer in Zusammenarbeit mit dem Kind erstellt, in welcher die Leistungen des Kindes in den einzelnen Fächern und die Tätigkeit mit dem Material detailliert beschrieben werden. Die Kinder erhalten jeweils zum Halbjahr einen persönlichen Brief. Er enthält Lob (und manchmal Kritik) und Hinweise für die weitere Arbeit. Die Kinder führen ein Lerntagebuch. Darin dokumentieren sie ihre tägliche Arbeit. |
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Wie lässt sich freies Lernen mit den Inhalten des bayerischen Lehrplans vereinbaren, bzw. . . . |
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. . . wie wird gewährleistet, dass die Kinder den notwendigen Stoff beherrschen, falls sie nach der vierten Klasse in eine andere Schulform zu wechseln sollen? Die Inhalte des Bayerischen Lehrplans sind auch für uns verpflichtend. Als staatlich genehmigte Privatschule sind wir jedoch nicht an die Verteilung der Inhalte auf die einzelnen Jahrgangsstufen gebunden. In der Praxis bedeutet dies, dass zum Beispiel ein Erstklässler Lerninhalte der dritten Jahrgangsstufe bearbeiten kann - und umgekehrt. Lesen, Schreiben, Rechnen, sachkundliche Themen, Sport, Musik und Fremdsprachen haben ihren festen Platz im Unterrichtsalltag. Die Kinder lernen und vertiefen in der Freiarbeit, in Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit, in Kursen und in Kleingruppen den Unterrichtsstoff. Diesen eignen sich die Kinder mit dem vorhandenen Material an. Das Kind kann durch aktives Handeln und gemäß seiner sensiblen Phasen Lerninhalt, -tempo und -verfahren selbst bestimmen. Die Pädagogen bieten den Kindern die entsprechenden Inhalte an und fordern diese, falls nötig, zu gegebener Zeit auch ein. Auch darüber hinaus kann der Wissensdurst der interessierten Kinder befriedigt werden. Dies bedeutet, dass sich Ihr Kind mit anderen Themen beschäftigt als die Regelschulkinder aus der Nachbarschaft. Halten Sie das aus?! - Denn die Kinder haben damit kein Problem, eher die Eltern. Zusammenfassung: Frage: Beherrscht mein Kind denn dann nach vier Jahren alle geforderten Inhalte? Antwort: Die einen JA, die anderen NEIN - eben wie die Kinder an der Regelschule auch. |
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